Wozu Colormanagement
In einem offenen System arbeiten alle Ein- und
Ausgabegeräte einer Produktionskette in ihren
eigenen gerätespezifischen Farbräumen. Scanner
und Monitore im RGB-Farbraum, Vierfarbdrucker und
andere Ausgabegeräte zumeist im CMYK-Farbraum.
Eine Farbe wird darin durch je einen Satz von
Farbwerten gekennzeichnet, der jedoch von Gerät
zu Gerät differiert.
Verschiedene Scanner
erzeugen von derselben Vorlage
unterschiedliche RGB- Farbwerte und
derselbe Bilddatensatz führt auf
unterschiedlichen Ausgabegeräten zu
vollkommen unterschiedlichen
Druckergebnissen. Schon 1931 hat deshalb
die CIE, die Commission International
d’Eclairage, den geräteunabhängigen
CIE-XYZ-und in den siebziger Jahren den
weitaus anschaulicheren CIE-Lab-Farbraum
entwickelt.
Jede Farbe ist darin eindeutig durch drei Zahlenwerte gekennzeichnet. Der a-Wert bestimmt das Verhältnis von Rot- zu Grünanteil , der b-Wert das Verhältnis von Blau- zu Gelbanteil. Der dritte Wert L steht für die Helligkeit.
Die Transformation vom jeweiligen geräteabhängigen Farbraum in den geräteneutralen Referenzraum erfolgt anhand einer Übersetzungsvorschrift unter Berücksichtigung der gerätespezifischen Eigenschaften. Damit erzeugt jeder Scanner im Rahmen seiner technischen Möglichkeiten von derselben Vorlage denselben eindeutig definierten geräteunabhängigen Bilddatensatz. Dasselbe gilt in umgekehrter Reihenfolge für die Ausgabegeräte: Ausgehend von einem neutralen Bilddatensatz erfolgt die Umrechnung in den gerätespezifischen Farbraum unter Berücksichtigung der individuellen Geräteeigenschaften.
Die Ausgabe auf unterschiedlichen Geräten führt, wiederum im Rahmen der technischen Möglichkeiten, zum selben Druckergebnis. Abstrakt formuliert ist also Colormanagement die eindeutige, plattformübergreifende Regelung der Transformation zwischen den Farbräumen der Ein- und Ausgabegeräte mit Hilfe standardisierter Übersetzungsvorschriften.
Das International
Color Consortium, ein Kommitee aus
Vertretern namhafter Hersteller aus dem
Farbgrafikbereich, hat sich die Festlegung
dieser Übersetzungsvorschriften zur
Aufgabe gemacht und ihnen einen Namen
gegeben: ICC-Profile. Mit
Hilfe von ICC-Profilen
können auch unterschiedliche
Druckverfahren per Softproof simuliert
werden. So beurteilen Sie sicher und
schnell das spätere Druckergebnis.

Jede Farbe ist darin eindeutig durch drei Zahlenwerte gekennzeichnet. Der a-Wert bestimmt das Verhältnis von Rot- zu Grünanteil , der b-Wert das Verhältnis von Blau- zu Gelbanteil. Der dritte Wert L steht für die Helligkeit.
Die Transformation vom jeweiligen geräteabhängigen Farbraum in den geräteneutralen Referenzraum erfolgt anhand einer Übersetzungsvorschrift unter Berücksichtigung der gerätespezifischen Eigenschaften. Damit erzeugt jeder Scanner im Rahmen seiner technischen Möglichkeiten von derselben Vorlage denselben eindeutig definierten geräteunabhängigen Bilddatensatz. Dasselbe gilt in umgekehrter Reihenfolge für die Ausgabegeräte: Ausgehend von einem neutralen Bilddatensatz erfolgt die Umrechnung in den gerätespezifischen Farbraum unter Berücksichtigung der individuellen Geräteeigenschaften.
Die Ausgabe auf unterschiedlichen Geräten führt, wiederum im Rahmen der technischen Möglichkeiten, zum selben Druckergebnis. Abstrakt formuliert ist also Colormanagement die eindeutige, plattformübergreifende Regelung der Transformation zwischen den Farbräumen der Ein- und Ausgabegeräte mit Hilfe standardisierter Übersetzungsvorschriften.

Farbräume, Weißpunkte und Gamma
Mit Photoshop installierte
Standardfarbräume:
sRGB.icc - 6500K - Gamma 2,2 | mittelgroßer Farbraum
AdobeRGB.icc - 6500K - Gamma 2,2 | großer Farbraum
ColorMatchRGB.icc - 5000K - Gamma 1,8 | mittelgroßer Farbraum
Alternativ Farbräume:
ECI-RGB.V1.0.icc - 5000K - Gamma 1,8 | großer Farbraum
eciRGB_v2.icc - 5000K - kein Gamma | großer Farbraum
LStar-RGB.icc - 5000K - kein Gamma | großer Farbraum
(Download: www.eci.org, www.colormanagement.org)
sRGB.icc - 6500K - Gamma 2,2 | mittelgroßer Farbraum
AdobeRGB.icc - 6500K - Gamma 2,2 | großer Farbraum
ColorMatchRGB.icc - 5000K - Gamma 1,8 | mittelgroßer Farbraum
Alternativ Farbräume:
ECI-RGB.V1.0.icc - 5000K - Gamma 1,8 | großer Farbraum
eciRGB_v2.icc - 5000K - kein Gamma | großer Farbraum
LStar-RGB.icc - 5000K - kein Gamma | großer Farbraum
(Download: www.eci.org, www.colormanagement.org)
3D Farbraumvergleich
Diese 3D Darstellung benötigt ein VRML-Plugin.
(funktioniert im Moment nicht für Mac)
Mac User finden im Ordner Dienstprogramme das Programm ColorSync. Mit diesem lassen sich Farbräume sehr einfach dreisimensional vergleichen.
Mac User finden im Ordner Dienstprogramme das Programm ColorSync. Mit diesem lassen sich Farbräume sehr einfach dreisimensional vergleichen.
Ist ihr Monitor kalibriert, versteht ihr Programm Farbprofile, Farbeinstellungen?
Ihren Monitor (egal welche Preisklasse
und Type) kalibriere
ich gerne.
Ab Version 6 ist Farbmanagement fixer Bestandteil von Photoshop. Wichtig sind die richtigen Farbeinstellungen da die Grundeinstellungen nach der Installation meist falsch sind!
Ein Beispiel für die Grundeinstellung sRGB
Ab Version 6 ist Farbmanagement fixer Bestandteil von Photoshop. Wichtig sind die richtigen Farbeinstellungen da die Grundeinstellungen nach der Installation meist falsch sind!
Ein Beispiel für die Grundeinstellung sRGB
Haben ihre Dateien eingebettet ICC-Profile?
Das sollte ich überprüfen.
Jeder Apple hat im
Ordner /Library/Scripts/ColorSync
einige Scripte zum Thema Farbmanagement.
Ziehen sie einfach eine Datei (TIF oder
JPG) auf Show profile info. Sie erhalten
eine Meldung ob ein ICC-Profil eingbettet
ist oder nicht.
Interessant ist auch woher die ICC-Profile kommen - denn die meisten Digitalkameras betten kein ICC-Profile ein. Ein falsch eingebettetes ICC-Profil kostet Qualität und Zeit.
Ob ihr Programm mit ICC-Profilen umgehen kann, prüfen sie am besten mit der untenstehender Grafik. Stimmen die Farben mit der Beschriftung überein, ist alles ok, wenn nicht, erkennt ihr Programm keine ICC-Profile (zum testen sichern sie die Grafik einfach auf ihre Festplatte).
© www.DeltaE-IC.de
Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn alle Partner in einem Arbeitsablauf mit Farbmanagement arbeiten.

Interessant ist auch woher die ICC-Profile kommen - denn die meisten Digitalkameras betten kein ICC-Profile ein. Ein falsch eingebettetes ICC-Profil kostet Qualität und Zeit.
Ob ihr Programm mit ICC-Profilen umgehen kann, prüfen sie am besten mit der untenstehender Grafik. Stimmen die Farben mit der Beschriftung überein, ist alles ok, wenn nicht, erkennt ihr Programm keine ICC-Profile (zum testen sichern sie die Grafik einfach auf ihre Festplatte).
© www.DeltaE-IC.de
Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn alle Partner in einem Arbeitsablauf mit Farbmanagement arbeiten.
Kann man eine Digitalkamera kalibrieren?
X-Rite hat den ColorChecker Passport vorgestellt, eine nützliche Farbkontrolltafel im Taschenformat, welche den RAW-Workflow der Farbbearbeitung vereinfacht. Dieser wurde speziell für Fotografen entwickelt, lässt sich mit Adobe-Programmen verbinden und ist mit drei Testtafeln in einem handlichen Gehäuse bei Aussen- und Innenaufnahmen immer zur Hand.
Der ColorChecker Passport bietet 3 Module, eine Software und Schutzhülle. Damit läßt sich der digitale Workflow einfach und preiswert! (etwa 85.- netto) verbessern.

Weißabgleich-Target – für den üblichen benutzerdefinierten Weißabgleich vor oder nach der Aufname.
Tipp: bei den Meisten Kameras reicht es wenn die Graukarte den Kreis in der Suchermitte ausfüllt. Man muß die Karte also nicht Formatfüllend abbilden, was bei dieser kleinen Karte schwierig wäre.

Classic-Target – Referenztarget, mit dem die mitgeliferte Software automatisch DNG_Kameraprofile erstellt. Funktioniert als Stand-Alone Software (nur mit DNGs) und als Plugin für alle Adobe Raw Programme.

Optimierungs-Target – satt neutralgrau können die Bilder hiermit geziehlt und reproduzierbar wärmer oder kälter entwickelt werden.
Herstellerinfos und Videos: www.xritephoto.com
Bezug: Fachhandel, Amazon | www.digitalstore-vie.com
Habs mir gekauft - meine Erfahrungen:
Was gut ist:
1. Handlich, robust und einfach zu bedienen, sofort gute Ergebnisse. Auf der Karte ist ein kleines Formular wo man Name und Kaufdatum eintragen kann. Man wird dort auch darauf hingewiesen, das man die Karte nach 2 Jahren gegen eine neue tauschen sollte.
2. Die Karte zwingt zur genauen Belichtung. Belichtet man zu hell, meldet sich die Überbelichtungswarnung der Kamera sofort. Ich belichte immer so hell wie möglich, aber so, das die weißen Felder nicht überbelichtet sind. So bekommt man optimal durchzeichnete RAW Daten.
3. Es ist nicht notwendig für jede Aufnahmeserie ein eigenes Kameraprofil zu erstellen. Da die Lichtquellen ja meist gleich bleiben zb: Studioblitzanlage, reicht es einmal unter optimalen Bedinungen (gleichmäßige Ausleuchtung, genaue Belichtung) ein Kameraprofil zu machen, das dann für alle Aufnahmen verwendet werden kann.
4. Man kann ein Profil für zwei Lichtquellen machen, zB: Tageslicht und Kunstlicht. Damit sind die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten abgedeckt. Dazu nimmt man ColorChecker Passport ein mal mit Tageslicht und einmal mit Kunstlicht auf und exportiert die beiden Fotos als DNG (zB: Aus Lighroom). In der ColorChecker Passport Software erstellt man mit DNG aus zwei Lichtarten das Profil. Es wird automatisch im richtigen Ordner gespeichert.
5. Im Lightroom läst sich das selbst erstellte Kameraprofil (und andere Grundeinstellungen) beim Import automatisch allen Fotos zuweisen. Natürlich funktioniert das nur wenn Profil und Fotos mit der selben Kamera gemacht wurden.
6. Der Preis ist echt OK.
Was schlecht ist:
1. Keine Gebrauchanleitung dabei! Die Hilfe findet man nur im Programm ColorChecker Passport. Da man aber dieses Program kaum benutzt da ja zu 99% mit dem Plugin in Adobe Lightroom gearbeitet wird ist das unlogisch.
2. Den versprochene automatische Weißlichtabgleich bei der Profilerstellung gibts nicht. Man muß das nach der Profilerstellung händisch mit der Pipette machen. Oder vor der Aufnahme wie üblich den Manuellen Weißlichtabgleich. Das ist wohl unklar beschrieben.
3. Die Graukarte für den manuellen Weißlichtabgleich ist recht klein. Bei Kameras bei denen das graue Feld das ganze Bildformat abdecken sollte, muß man sehr nahe rangehen und macht sich ev. selber einen Schatten.
4. Beim Export der Fotos im jpg Format tritt folgender Fehler auf:
Beim speichern mit ICC-Profilen die nicht nativ (SRGB, Adobe RGB, Wide Garmut RGB) in Adobe Lightroom enthalten sind weden die Vorschaubilder viel zu hell und mit falschen Farben gespeichert. Die Daten sind beim öffnen in Ordung, nur so was kann man nicht liefern.
5. Mit dem x-rite Support fang ich nix an, man ist also auf sich alleine gestellt. Dieses Produkt wird laut x-rite nicht vom Support unterstützt.
6. Keine Kontrolle (Validierung) wie genau die Farbkarte nach der Profilierung an die Sollwerte des ColorChecker herankommt. Es gibt weder LAB Werte zum nachmessen noch sonst eine Überprüfung. Manchmal sind die Ergebnisse unbauchbar, das ist aber nur zu erkennen wenn man das Foto mit dem Classic-Target mit und ohne Kameraprofil bertachtet.
Hat man also das Kameraprofil gemacht muß man sorgfälltig prüfen ob es wirklich eine Verbesserung bringt. Werden alle Farben richtig wiedergegeben, kippen einzelne Farben? Dazu hällt man am besten das Classic-Target neben den Monitor. Werden die Graustufen farbstichfrei weidergegeben? Das kann man mit der Pipette im Lightroom oder Photoshop nachmessen.
Tipp: Die erstellten Profile werden am Mac im Ordner User/Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/CameraProfiles gespeichert und können dort auch wieder gelöscht werden.
Windows XP
C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Adobe\CameraRaw\CameraProfiles
Windows Vista
C:\Benutzer\All Users\Anwendungsdaten\Lokal\Adobe\CameraRaw\CameraProfiles
Nachtrag: Im MacUp 3/2010 Seite 64 wird der ColorChecker Passport getestet und mit Note 1,1 bewertet.
Finale - was ist zu tun?
Können sie alle Fragen sicher mit ja beantworten,
sind die Grundlagen für einen durchgehenden
Arbeitsablauf gegeben.
Tip: Überprüfen sie die Einstellungen laufend, am besten mit einem Referenzfoto.
Wenn nicht, finden Sie hier meine Serviceleistungen und Preise.
Tip: Überprüfen sie die Einstellungen laufend, am besten mit einem Referenzfoto.
Wenn nicht, finden Sie hier meine Serviceleistungen und Preise.
Wichtige Links
PPI und DPI Angaben
dpi = Dots per inch = Anzahl der
Druckpunkte pro inch = Ausgabequalität bei
Inkjet, Laserdruckern und Plottern. Aktuelle
Drucker drucken mindestens bis 720 dpi.
ppi = Pixel per inch = Auflösung
z.B.: 300ppi = 300 Pixel auf 1 inch (2,54 cm) = 118,11 Pixel pro cm
Für den Offsetdruck sollten pro Rasterpunkt zwei Pixel zur Verfügung stehen. Ein Druck im 60er Raster benötigt demnach eine Datei mit 120 Pixel/cm. Rechnet man diese Angaben in inch um, ergibt sich der Wert von 305ppi. 120 Pixel/cm * 2,54 = 305ppi (gerundet 300ppi).
Gedruckt werden aber tatsächlich nur 150ppi, die Restpixel dienen als notwendige Qualitätsreserve im RIP (Raster Image Prozessor). Im RIP werden die Digitaldaten (Bilder+Texte+Grafiken) zusammengefügt und in Druckpunkte für die Filmbelichtung umgewandelt.
Digitalprints in Fotoqualität haben eine wesentlich höhere Auflösung als Drucke. Standard sind hier 300 ppi, die hier aber tatsächlich physikalisch ausbelichtet werden. Die einzelnen Bildpunkte werden nicht in die einzelnen Grundfarben getrennt, man spricht von fotorealistischer Ausgabequalität.
Achtung: ppi (häufig auch dpi) Werte ohne Größenangaben sagen nichts über mögliche Datei- und Druckgrößen aus!
ppi = Pixel per inch = Auflösung
z.B.: 300ppi = 300 Pixel auf 1 inch (2,54 cm) = 118,11 Pixel pro cm
Für den Offsetdruck sollten pro Rasterpunkt zwei Pixel zur Verfügung stehen. Ein Druck im 60er Raster benötigt demnach eine Datei mit 120 Pixel/cm. Rechnet man diese Angaben in inch um, ergibt sich der Wert von 305ppi. 120 Pixel/cm * 2,54 = 305ppi (gerundet 300ppi).
Gedruckt werden aber tatsächlich nur 150ppi, die Restpixel dienen als notwendige Qualitätsreserve im RIP (Raster Image Prozessor). Im RIP werden die Digitaldaten (Bilder+Texte+Grafiken) zusammengefügt und in Druckpunkte für die Filmbelichtung umgewandelt.
Digitalprints in Fotoqualität haben eine wesentlich höhere Auflösung als Drucke. Standard sind hier 300 ppi, die hier aber tatsächlich physikalisch ausbelichtet werden. Die einzelnen Bildpunkte werden nicht in die einzelnen Grundfarben getrennt, man spricht von fotorealistischer Ausgabequalität.
Achtung: ppi (häufig auch dpi) Werte ohne Größenangaben sagen nichts über mögliche Datei- und Druckgrößen aus!
Pixel Angaben
Pixel sind die Bildpunkte, aus denen eine Datei
besteht.
Pixelangaben z.B.: 1200x1600 geben die Dateigröße an.
Die Bildgröße ergibt sich aus der Anzahl vorhandener Pixel dividiert durch die
notwendige Druckauflösung, Beispiel 1440x2160 Pixel:
1440 x 2160 : 300 = 4.8 x 7.2 inc (x2.54 cm Umrechnung) = 12 x 18 cm
Pixelangaben z.B.: 1200x1600 geben die Dateigröße an.
Die Bildgröße ergibt sich aus der Anzahl vorhandener Pixel dividiert durch die
notwendige Druckauflösung, Beispiel 1440x2160 Pixel:
1440 x 2160 : 300 = 4.8 x 7.2 inc (x2.54 cm Umrechnung) = 12 x 18 cm